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Fasten à la Buddha

Wer von euch hat den Vorsatz des Fastens bis jetzt durchgezogen? Bei mir hat es leider nicht so gut geklappt wie erhofft. Auch Freunde und Bekannte kämpfen sich mehr oder weniger erfolgreich durch die härtesten 40 Tage des Jahres. Hoch im Kurs steht der Verzicht auf Süßes, Alkohol oder Fleisch, aber auch kreative Fastenvorsätze wie der Verzicht auf Handys oder Autos werden immer öfter gefasst. Heute gibt es von mir einen köstlichen Tipp für alle, die beim Essen fasten möchten. Aber vorher noch ein paar allgemeine Infos zur Tradition des Fastens.

Durchhaltevermögen und eiserner Wille

Schon im Mittelalter wurde die strenge Fastenzeit nur mit Tricks überstanden, und man erfand das Starkbier. Die Mönche brauten das kräftige Bier, um den Verzicht auf Essen zu kompensieren. Heute gibt es das Fastenbier immer noch, aber die Bockbiere haben sich zu besonderen Spezialbieren entwickelt.

Fasten ist der Verzicht auf geliebtes Essen, Trinken oder andere unliebsame Gewohnheiten. Es soll den Körper und Geist reinigen, aber auch stärken. Die Abstinenz ist nicht immer leicht durchzuhalten und verlangt einen eisernen Willen. Der Ursprung des Fastens liegt in der Religion. Alle wichtigen Fastenzeiten leiten sich aus den Weltreligionen ab, zum Beispiel die 40-tägige Fastenzeit im Christentum oder der Ramadan im Islam. Aber auch die Gesundheit spielt eine große Rolle, und so wurde das Heilfasten im letzten Jahrzehnt zum Wundermittel gegen chronische Krankheiten erkoren.

Fernöstliche Fastentradition

Die meisten von uns kennen dieses Gericht von der Speisekarte des Chinarestaurants. Bei den Buddhisten ist Verzicht auf Fleisch nicht zwingend notwending, doch diese traditionelle Fastenspeise ist vegetarisch. Bei der buddhistischen Fastenspeise gibt es keine Einschränkung bezüglich der Gemüseauswahl, verkocht wird alles, was sich auf Lager beziehungsweise im Kühlschrank befindet. Ergänzt wird das Gemüsegericht mit Nudeln, Reis oder Tofu.

Buddhistische Fastenspeise (2 Portionen):

Zutaten:
10 g getrocknete asiatische Pilze
100 g Austernpilze
250 g Spargel (auch aus der Dose), Brokkoli, Bambussprossen, Lauch
1 kleiner Chinakohl
1 Packung Sojasprossen
65 g Glasnudeln
Gewürze: Salz, Pfeffer, Chili, Gemüsebrühe, Sojasauce, geriebener Ingwer, Austernsauce

Zubereitung:
Die getrockneten Pilze über Nacht in Wasser einweichen. Die vorgeschlagenen Pilze können aber auch durch andere Sorten ersetzt werden, je nach Vorliebe. Das gewählte Gemüse – Spargel, Brokkoli, Lauch und Chinakohl – schälen, säubern und schneiden. Wichtig ist es, das Gemüse nicht zu klein schneiden, es soll beim Essen noch knackig sein und nicht zerfallen. Zuerst das Gemüse in Öl anbraten, dann die Austernpilze und als letztes die Sojasprossen in die Gemüsepfanne dazugeben. Alles gemeinsam nochmals köcheln und warmstellen.

Nun die eingeweichten Pilze waschen und gemeinsam mit den Glasnudeln in ca. 0,5 Liter kaltem Wasser aufsetzen und kurz aufkochen lassen. Bitte wirklich kaltes Wasser verwenden, nicht kochendes wie bei den Spaghetti. Die Pilze und die Glasnudeln sind bereits nach wenigen Minuten fertig. Nun die Gemüsepfanne unter die Nudeln heben und mit den vorbereiteten Gewürzen je nach Geschmack würzen. Als Beilage wird gerne zusätzlich Reis serviert, wie bei fast allen chinesischen Gerichten.

Ich wünsche euch noch viel Durchhaltevermögen beim Fasten und natürlich: Guten Appetit!

 

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