Ok

Diese Webseite verwendet Cookies, um eine ideale Nutzererfahrung zu gewährleisten und Informationen über das Nutzungsverhalten zu sammeln. Sollten Sie damit nicht einverstanden sein, können Sie Cookies in Ihren Browser-Einstellungen deaktivieren. Weitere Informationen


Extra vergine: natives Olivenöl für besten Geschmack

Alle lieben Olivenöl. Es ist gesund, enthält einfach ungesättigte Fettsäuren und kann bis 190 Grad erhitzt werden – also ideal zum Braten. Und es erinnert uns an Urlaub, Sonne und Meer. Vor dem Supermarktregal stelle ich mir jedoch oft die Frage, ob ich auch wirklich qualitatives Olivenöl auswähle. Und was bedeuten eigentlich die unterschiedlichen Bezeichnungen? In den Zeitungen und Konsumententests liest man ja oft von Schwindel bei Olivenöl. Hier eine kleine Anleitung für deinen nächsten Einkauf.

Vom Olivenhain in den Supermarkt

Bereits seit der Antike werden Oliven im Mittelmeerraum zu Speiseöl verarbeitet. Kreta taucht dabei immer wieder als Wiege des Olivenöls auf. Doch auch in Ägypten, Marokko, Spanien und Italien presste man sehr früh Oliven zu Öl und verwendete dieses anschließend für Seifen, Cremen, Speiseöl aber auch für Öllampen. Heutzutage werden weltweit ca. 200 verschiedene Olivensorten angebaut und weiterverarbeitet.

Zum Schutz des Endverbrauchers wurden Normen für Olivenöl eingeführt, um sich beim Einkauf orientieren zu können. Im Einzelhandel sind hauptsächlich drei Qualitätsstufen erhältlich.

Natives Olivenöl extra (extra vergine): Darunter versteht man ein kaltgepresstes, ohne hohe Temperatureinwirkung hergestelltes Öl. Dies ist die schonendste Verarbeitung für Olivenöl, auch Erstpressung genannt. Der typische reine Geschmack bleibt hier erhalten.
Natives Olivenöl: Öl ohne das Extra bedeutet, dass die Oliven nicht aus Top-Qualität stammen bzw. beschädigt waren. Oder die Verarbeitung noch nach alter Tradition mit einer Holzpresse passierte.
Olivenöl: Hier wird sowohl natives als auch raffiniertes Öl vermischt. Es ist daher das qualitativ schlechteste der drei Bezeichnungen, denn der Anteil des nativen Öls wird aus Kostengründen sehr gering gehalten.

Ein weiteres Merkmal für den Geschmack ist natürlich die Olivensorte, welche für die Pressung verwendet wurde, aber auch der Reifegrad ist entscheidend. Umso reifer eine Olive geerntet wird, desto intensiver ist sie im Geschmack.

Flüssiges Gold in der Küche

Der Einsatz von Olivenöl in der Küche ist fast uneingeschränkt möglich. Einzig zum Backen würde ich es nicht empfehlen. Der Olivengeschmack ist zu intensiv, das passt nicht zu süßen Leckereien. Das Öl eignet sich perfekt für Salate, Saucen und Nudelgerichte. Aber auch ein gutes Steak, scharf in Olivenöl angebraten und mit ein bisschen Meersalz verfeinert, schmeckt herrlich. Entscheidend für den Geschmack der zubereitenden Speisen ist aber die Qualität des verkochten Öls. Bitte hier wirklich nur beste Qualität kaufen, um später nicht enttäuscht zu werden.

Vergleichen lohnt sich übrigens immer, denn auch hochwertiges Olivenöl kann zum günstigen Preis gekauft werden.

Mein Tipp: Olivenöl lässt sich je nach Geschmack auch selbst verfeinern! Einfach verschiedene Kräuter und Gewürze (Chili, Basilikum oder Rosmarin) in eine verschließbare Falsche füllen. Dann das ausgewählte Olivenöl eingießen und ca. sechs Wochen stehen lassen, damit der Geschmack ins Öl übergeht. Ist auch ein nettes Mitbringsel für Grillabenden bei Freunden.

 

Zurück

Unsere neuesten Beiträge