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Faszination Wasser: Gartenteich selber bauen

Er ist eine Oase der Ruhe, ein Ort der Entspannung und ein herrlicher Platz, um die Natur zu entdecken: der Gartenteich. Hier schlüpft gerade eine Libelle, dort nimmt eine Amsel ihr Bad und unter Wasser tummeln sich zahlreiche Kaulquappen, Wasserflöhe und Frösche. Kurz gesagt: Wasser beruhigt und sollte in keinem Garten fehlen.

Doch welcher Teich passt auf mein Grundstück? Wie groß muss er sein, welcher Standort ist der richtige und für welches Material soll ich mich entscheiden? Damit dir die Planung etwas leichter fällt, haben wir die wichtigsten Punkte für den Teichbau für dich zusammengefasst.

Der perfekte Standort

Wer sich gern direkt neben dem Wasser aufhält, legt seinen Gartenteich am besten neben der Terrasse oder einem Sitzplatz an. Von hier aus hast du das Geschehen auf und unter Wasser stets im Blick und fühlst dich eins mit der Natur. Teiche, die viele Tiere beheimaten sollen, sind an ruhigen Stellen besser situiert. Achte bei der Planung auch auf das Gelände deines Grundstückes. Ist es etwas abschüssig, empfiehlt es sich, den Teich am tiefsten Punkt des Gartens anzulegen.

Sonne oder Schatten?

Wassertiere und -pflanzen benötigen eine perfekte Mischung von Sonne und Schatten, um sich perfekt entwickeln zu können. Da direkte Sonneneinstrahlung rasch zur Bildung lästiger Algen führt, ist ein Standort im Halbschatten mit fünf bis sechs Sonnenstunden täglich optimal. Achte auch darauf, dass dein kleines Gewässer für den Wind frei erreichbar ist. Er bringt den nötigen Sauerstoff ins Wasser, wirbelt es auf und sorgt für eine natürliche Zirkulation.

Achtung vor Wurzeln oder Steinen!

Vor allem Folienteiche sollen nicht in der Nähe von kräftigen Wurzeln oder spitzen Steinen gegraben werden. Halte also ausreichend Abstand von Bäumen, Sträuchern und Hecken oder schütze die Folie mit einer dicken Sandschicht sowie einem Teichvlies vor Beschädigungen. Stell vor den Grabungsarbeiten außerdem sicher, dass dabei keine Kabel oder Leitungen, die in der Erde liegen, beschädigt werden und überbaue diese auf keinen Fall mit dem Teich! Spätestens bei notwendigen Wartungsarbeiten stehst du sonst vor einem größeren Problem.

Teichbecken oder Folienteich?

Gleich vorweg: Je größer der Teich, desto stabiler ist sein ökologisches Gleichgewicht. Dennoch musst du auch auf kleinen Grundstücken nicht auf den Traum vom eigenen Wassergarten verzichten. Fässer, Wannen, große Kübel oder fertige Teichbecken lassen sich ganz einfach einbauen und eignen sich vor allem dann, wenn die Teichfläche nicht mehr als fünf Quadratmeter betragen soll. Fertigbecken sind robust, in unterschiedlichen Formen im Baumarkt zu kaufen und verfügen bereits über eigene Pflanzzonen.

Wie du ein fertiges Teichbecken eingräbst, stabilisierst, befüllst und bepflanzt, kannst du zum Beispiel auf der Website von OBI nachlesen. Link

Teiche ab ca. sechs Quadratmetern legst du mit einer speziellen Teichfolie aus. Größe und Tiefe sind damit völlig variabel und können ganz nach deinen Wünschen und Vorstellungen realisiert werden. Auch hier hält OBI praktische Tipps und Tricks für die einzelnen Arbeitsschritte bereit: Link

Achtung: Sollen sich Fische im Wasser tummeln, ist eine Mindestgröße von sechs sowie eine Mindesttiefe von 80 bis 90 cm Pflicht! Erst ab dieser Tiefe ist ein Durchfrieren des Wassers ausgeschlossen und die Tiere können gefahrlos im Teich überwintern.

Teichpflanzen: Was blüht wo am besten?

Gartenteiche sollten – wie natürliche Gewässer – verschiedene Pflanzzonen besitzen. Diese gliedern sich in drei Bereiche: die Sumpfzone, die Flachwasserzone und die Tiefwasserzone.

Die Sumpfzone, ein ca. 30 cm breiter Bereich am Ufer, sollte etwa 20 cm tief sein und etwa ein Drittel der gesamten Teichoberfläche ausmachen. Hier fühlen sich Pflanzen wie Sumpfdotterblumen, Wollgras oder Sumpfiris wohl.

Mit Steinen oder einem kleinen Wall unter der Teichfolie wird die etwa 20 bis 60 cm tiefe Flachwasserzone von der Sumpfzone abgegrenzt. Pflanzen, die sich hier wohlfühlen, müssen immer im Wasser stehen und in spezielle Teicherde gesetzt werden. Hier pflanzt du am besten Igelkolben, Froschlöffel, Pfeilkraut, Rohrkolben oder Tannenwedel.

In der Tiefwasserzone mit bis zu 120 cm bei Fischbesatz haben Seerosen, Wasserstern oder Lotusblume ihr Zuhause. Aber auch Schwimm- und Unterwasserpflanzen sollten in diesem Bereich angesiedelt werden. Sie filtern Nährstoffe aus dem Wasser und verhindern starkes Algenwachstum. Damit auch Fische, Insektenlarven, Schnecken oder Amphibien im Wasser überwintern können, soll die Mindesttiefe von 90 cm in dieser Zone auf jeden Fall eingehalten werden!

Unser Tipp: Wer leises Plätschern liebt, kann seinen Teich um einen Springbrunnen oder einen Bachlauf mit kleinem Wasserfall erweitern. Praktischer Nebeneffekt: Durch die Bewegung wird das Wasser ständig mit Sauerstoff angereichert und bleibt glasklar. Der Phantasie bei der Gestaltung sind übrigens kaum Grenzen gesetzt!

 

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