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Von Festtagssuppe und Weihnachtskarpfen

Alle Jahre wieder stellen sich dutzende Familien die Frage nach dem perfekten Weihnachtsessen. Lange Traditionen prägen die Diskussionen, speziell wenn die Paare und Familien aus unterschiedlichen Regionen kommen. Es gibt kaum einen Feiertag, bei dem es am Festtagstisch regional so unterschiedlich zur Sache geht. Um die Situation besser verstehen zu können, kommen hier ein paar Beispiele für die beliebtesten Weihnachtsgerichte in den Bundesländern.

Würstelfest


Die für mich seit Jahrzenten klassische Variante des Weihnachtsessens – Bratwürstel mit Sauerkraut – findet man auf den Tischen in Oberösterreich sowie im angrenzendem Salzburg und Niederösterreich. Für alle, die mehr über diese Köstlichkeit erfahren möchten, empfehle ich den Blogbeitrag Alles hat ein Ende, nur die (Brat)Wurst hat zwei. In Salzburg wird am Heiligen Abend neben Bratwürsteln vor allem die Würstelsuppe aufgetischt. Die feine Rindsuppe setzt man dazu meist selber an. Doch keine Panik, das ist nicht kompliziert und wirklich praktisch, weil die Suppe einfach dahinköchelt (mehr dazu unten). Veredelt wird die Suppe mit fein geschnittenem Wurzelgemüse, Schnittlauch sowie knackigen Würstel. Frankfurter und Debreziner sind dabei äußerst beliebt – bei uns gibt’s außerdem die Frischen dazu. Für alle, die Frische nicht kennen: Es handelt sich dabei um ungebrühte Würstel ohne Kräuter.

Allerlei Gutes quer durchs Land!


Fangfrisch aus den Waldviertler Teichen kommt in Niederösterreich der Karpfen auf den Festtagstisch. Die typischen Gattungen sind der Spiegel- und der Schuppenkarpfen, welche beide im Waldviertel beheimatet sind. Auch im Burgenland und in der Steiermark ist die Fischspeise gerade an den Festtagen sehr beliebt. Als Beilage zu den panierten Fischen oder zu Karpfen blau (gedämpft) werden vorwiegend Kartoffelsalat oder Pellkartoffeln gereicht. Im südlichsten Bundesland, in Kärnten, freut man sich zum Fest auf den Reindling (Napfkuchen) oder Selchwürstel mit Kraut. In den Käseländern Vorarlberg und Tirol geht der Trend immer mehr zu Fondue – ob mit Suppe, Öl oder deftig mit Käse. Und zu guter Letzt flattert vor allem in Wien die Weihnachtsgans immer öfter in die Esszimmer und sorgt dort für weihnachtliche Gaumenfreuden.

Wofür auch immer du dich entscheidest: Hauptsache du genießt das Festessen mit deinen Lieben und lässt den Alltag beiseite.

Mein Tipp:
Rindsuppe für 8 Personen:

4 Stk. Rinderknochen
4 Stk. Markknochen, die geben einen guten Geschmack ab
700 g Rindfleisch, am besten Beinfleisch und Rindsschulter
500 g Suppengrün, bestehend aus Karotten, Lauch, Petersilie
1 Zwiebel
Salz
Schnittlauch oder Petersilie zum Bestreuen

Zubereitung:
Zwiebel und das gewaschene Rindfleisch in einer Kasserolle scharf anbraten. Mit 2 Liter kaltem Wasser aufgießen. Die Rinder- und Markknochen sowie das Suppengrün und die Kräuter in den Topf hinzugeben. Wasser aufkochen und ca. 2 Stunden lang köcheln lassen. Suppe abseihen und nach Geschmack würzen.

 

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