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Nordic Walking: So funktioniert's!

Nordic Walking – das flotte Gehen mit zwei Stöcken – hat sich in den letzten Jahren zur absoluten Trendsportart für Jung und Alt entwickelt. Anfangs noch belächelt und nicht ganz erst genommen, überzeugt diese Art der Bewegung mit zahlreichen Vorteilen für unsere Gesundheit:

  • Beim Nordic Walking aktivierst du ca. 90 Prozent deiner Muskeln
  • Der sanfte Powersport löst Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich und kräftigt die Stützmuskeln deines Rumpfes
  • Pro Stunde verbrennst du beim Nordic Walking bis zu 750 Kilokalorien
  • Gehen mit Stöcken fördert deine Konzentrationsfähigkeit und bringt erhöhte Blutdruckwerte wieder ins Gleichgewicht
  • Der Stockeinsatz schont – anders als beim Laufen – deine Hüft-, Knie- und Sprunggelenke

Wenn das keine guten Gründe sind, um sich gleich ein Paar Stöcke zu schnappen und vor der Haustür loszustarten!

Anfängerfehler vermeiden

Aber Vorsicht: Nordic Walking sieht zwar einfach aus – dennoch kannst du dabei auch einiges falsch machen!

Man erkennt sie schon von weitem – jene, die ohne Einschulung einfach drauflos stelzen: Sie tragen die Stöcke mehr vor sich her, als sie aktiv einzusetzen. Sie gehen mit angewinkelten Armen, anstatt diese locker von hinten nach vorne zu schwingen. Und sie bewegen sich stocksteif und viel zu gerade.

Sportmediziner warnen: Mit falscher Nordic-Walking-Technik kannst du deine Ellbogen- und Handgelenke überbeanspruchen und sogar Rückenprobleme bekommen! Investiere deshalb lieber ein paar Euros in einen Anfängerkurs und lass dir von einem Profi zeigen, wie du die Stöcke richtig einsetzt.

Die perfekte Ausrüstung

Für die Auswahl der passenden Nordic-Walking-Stöcke gilt folgende Formel: Körpergröße in Zentimetern x 0,7

Eine 170 cm große Person kauft also Stöcke mit 120 cm Länge. (170 x 0,7 = 119). Diese sollten leicht, aber dennoch stabil sein. Carbonstöcke federn die Erschütterung beim Aufsetzen besonders gut ab.

Um deine Gelenke nicht unnötig zu belasten, solltest du beim Gehen auf Asphalt die Metallspitzen mit einem Gummiaufsatz versehen – im Gelände kann dieser abgenommen werden.

Der Sporthandel hält außerdem spezielle Nordic-Walking-Schuhe für dich bereit. Sie sollten aus wasserfestem Material bestehen und eine gut gedämpfte Sohle haben.

Die perfekte Gangart

Du bist bereit? Dann kann’s auch schon losgehen:

  1. Stecke deine Hände durch die Schlaufen der Stöcke (sie sollten möglichst eng sitzen) und gehe los. Halte die Stöcke dabei nicht fest, sondern lasse sie über den Boden schleifen. Deine Schultern bleiben locker, die Arme schwingen vor und zurück. Setze deine Füße mit der ganzen Ferse auf, rolle über die Außenkante zum Ballen deiner großen Zehe ab und drück dich wieder kräftig vom Boden ab
     
  2. Lenke deine Aufmerksamkeit nun auf die Handschlaufen: Sobald ein Arm nach vorne schwingt und der Stock in den Boden einsticht, schließe deine Finger fest um den Griff. Beim Schwung nach hinten die Hand bewusst wieder öffnen – dein Stock wird durch die Schlaufe gehalten. Dieses Wechselspiel zwischen Druckgeben und Loslassen am besten eine Weile üben.
     
  3. Nun geht’s an die Koordination von Armen und Beinen: Ist der rechte Fuß vorne, gib am linken Stock bewusst Druck auf Handschlaufe und Griff und lass den Stock mit langem Arm frei nach hinten schwingen – die Schultern bleiben locker. So hältst du deinen Oberkörper aufrecht und entlastest auch den Nacken.
     
  4. Sobald die linke Ferse den Boden berührt, setzt du den rechten Stock an eben dieser Stelle auf – und umgekehrt. Führe die Stöcke dabei nahe am Körper, setze sie fest auf und lass sie kraftvoll nach hinten ausschwingen. Mach dabei keine allzu großen Schritte und achte darauf, dass dein vorderes Knie immer leicht gebeugt ist. Wenn du diesen Bewegungsablauf erlernt hast, wirst du merken, wie schnell du vorankommst

Probier’s am besten gleich mal aus! Nordic Walking macht bei jedem Wetter Spaß und kann auch von älteren oder unsportlichen Menschen rasch erlernt werden.

Wir wünschen viel Spaß beim Sporteln!

 

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