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Öko, Bio & Nachhaltigkeit: Mode ohne schlechtes Gewissen

Bügelfrei, trendig und billig soll’s sein, dann macht das Einkaufen erst wirklich Spaß. Ein Spaß, der seinen Ursprung oft in China, Bangladesch und Indien hat. Und das Schnäppchen selbst? Strotzt oftmals vor gefährlichen Stoffen – von bio keine Spur. Nachhaltigkeit, faire Produktionsbedingungen und Recycling sind Schlagworte, die längst auch die Modeindustrie erreicht haben. Aber worauf sollte man als Käufer denn jetzt achten?

Billig, billiger, Bangladesch

Eine 40-Stunden-Woche kennt hier keiner, eine Altersgrenze schon gar nicht. Vor allem in Bangladesch wird auf engstem Raum produziert, Überstunden stehen an der Tagesordnung – und das für einen Horror-Lohn. Kein Wunder, warum es ein T-Shirt im Geschäft dann schon um 4 Euro gibt. Aber nicht nur billige Preise sind ein Indiz für unzumutbare Arbeitsbedingungen. Das Problem geht quer durch die Bank, Luxuslabels sind genauso betroffen wie Billig-Shops. Kleine Lichtblicke bieten C&A, Esprit und Peek&Cloppenburg, deren Nähereien und Färbereien mehr oder minder weit entwickelte Umwelt- und Sozialstandards halten.

Wieviel öko ist in einem Shirt?

Aber Achtung: Ein Bio-Shirt ist nicht gleich bio, und auch nicht immer fair gehandelt. Manche Kleidungshersteller werben mit selbst kreierten Siegeln für ökologische Produkte. Dahinter steckt jedoch selten Nachhaltigkeit, sondern vielmehr eine kluge Marketingstrategie. Eh klar: Öko liegt im Trend.

Du bist nicht sicher, ob dein Stück der Begierde auch wirklich grün ist? Verschiedene seriöse Gütesiegel wie

• Global Organic Textile Standard Fairtrade (GOTS)
• Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft (IVN)
• Demeter oder
• Naturland

gewähren, dass Produkte unter fairen Bedingungen gehandelt wurden und soziale sowie ökologische Richtlinien erfüllen. Aber: Ein einheitliches Qualitätssiegel für faire und ökologische Kleidung gibt es bislang noch nicht.

Recycling – was sonst?

Altkleidersammlungen haben längst nicht ausgedient. Mittlerweile existiert eine Vielzahl an Recycling-Projekten, bei denen man alte Kleider und Schrankleichen bequem abgeben kann. Der Clou: Oftmals gibt’s als Belohnung Gutscheine oder Bons. Sogar der schwedische Moderiese H&M sammelt seit Februar 2013 in ausgewählten Filialen gebrauchte Kleidung. Eine gute Tat, die sich auch für die Kunden auszahlt: Sie bekommen pro abgegebener Kleidungstasche einen Gutschein für einen Preisnachlass von 15 Prozent auf einen neuen Artikel. So macht Shoppen wieder Spaß – ohne schlechtes Gewissen!

Mein Tipp: Unsicher geworden, wo man jetzt noch einkaufen kann? Am besten im Internet nachschauen, zum Beispiel unter Cleanclothes oder Wearfair. Damit bleibt dein Einkauf modisch und fair.

 

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