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Nützliche Insektenfresser: Igel als Gartenbewohner

Was raschelt denn da abends in der Hecke? Ein stachliger Gast, der nach Würmern, Schnecken oder Käfern sucht! Fast jeder Gartenbesitzer freut sich über den Besuch eines Igels, der ihn tatkräftig im Kampf gegen Insekten und Ungeziefer unterstützt.

Dank ihres Stachelkleides sind Igel relativ sicher vor Feinden geschützt. Einzig große Eulen, Greifvögel mit langen Krallen und natürlich Autos können ihnen gefährlich werden. Und so zählen die stachligen Gesellen leider zu jenen Säugetieren, die am häufigsten dem Straßenverkehr zum Opfer fallen. Ein guter Grund, sie noch mehr zu schützen und unsere Gärten mit wenigen Handgriffen in einen sicheren, igeltauglichen Lebensraum zu verwandeln.

So gestaltest du dein Igelparadies

Igel sind nachtaktive Tiere und verschlafen den Tag gern regensicher unter alten Wurzeln, Reisig oder einem Holzstapel. Um viele Igel anzulocken, solltest du deinen Garten deshalb so naturnah wie möglich gestalten. Einheimische Stauden, hohe Sträucher oder Reisighaufen bieten Deckung, dicke Mulchschichten abwechslungsreiche Nahrung.

Schädlingsbekämpfungsmittel und Schneckenkorn haben in einem Igelgarten natürlich nichts verloren! Frisst das Tier eine vergiftete Schnecke, kann dies zu Krankheiten bis hin zum Tod führen. Doch auch Unrat wird dem Igel schnell zur gefährlichen Falle. Lass deshalb keine Schnüre, offene Joghurtbecher, Müllsäcke oder Dosen herumliegen. Die neugierigen Freunde können sich darin verheddern oder hilflos steckenbleiben.

Igel lieben Natursteinmauern mit kleinen Höhlen oder wärmende Steinhaufen. Versperr ihnen den Zugang zu deinem Garten deshalb nicht mit hohen Betonmauern und entferne mögliche Fallen. Lichtschächte, Gruben und Schwimmbecken können für die stachligen Gartenbewohner zur unüberwindbaren Hürde werden! Deck sie am besten sicher zu oder bring ein schmales Brett als Ausstiegshilfe an.

Igel in Pflege nehmen

Igel gehören zu den geschützten Tieren und dürfen nicht wie ein Haustier gehalten werden. Einzig diese drei Gründe rechtfertigen es, das Stacheltier zu Hause zu pflegen:
  • Du entdeckst einen Igel, der verletzt oder krank ist
  • Im Spätherbst findest du ein untergewichtiges Tier (weniger als 500 g Körpergewicht), das kaum Chancen hat, den Winter zu überstehen
  • Du liest noch nicht selbstständige Igelbabys ohne Mutter auf
Diese Patienten kannst du mit der richtigen Nahrung – zum Beispiel Hunde- oder Katzenfutter sowie artgerechte Igelnahrung aus der Zoohandlung – aber keinesfalls mit Milch (!!!) wieder aufpäppeln. Frag hier am besten einen Tierarzt um Rat, denn falsche Pflege kann dem Patienten oft mehr schaden als helfen!

Unser Tipp: Unterschlüpfe für Igel lassen sich auch selber bauen! Aus alten Holzbrettern oder Spanplatten kannst du mit etwas Geschick ein einladendes Igelhaus zusammenzimmern, das sicher gerne bewohnt wird! Genaue Bauanleitungen findest du im Internet, zum Beispiel hier.

 

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